365 Tage ist es nun her, dass die schönsten 30 Tage im Leben eines deutschen Fußballanhängers im Allgemeinen und in meinem im Besonderen ihren Lauf nahmen: die Fußball-WM 2006 in Deutschland. Ein kleiner Rückblick.
Es ist ein Freitag. Der Freitag, auf den ich seit Monaten gewartet habe. Freitag, der 9.Juni 2006. Seit Anfang des Jahres habe ich in meinem Kalender die Tage runtergezählt, mit jedem wurde die Spannung größer. Den ganzen Tag lang kann ich mich nicht konzentrieren, die Gedanken und Gespräche in der Schule kreisen um die schlechten Vorbereitungsspiele, die unklare Aufstellung, Ballacks verletzte Wade.
Zu Hause decke ich mich mit den letzten wichtigen Informationen und Fanutensilien ein. Ballack will spielen, ich nehme die Fahne mit. Kurz nach 16 Uhr: bei großer Hitze mache ich mich auf den Weg zu meinem Onkel, ein Fußballabend mit den ebenso fußballbegeisterten Cousins wartet.
Etwa 16.30 Uhr: jetzt erstmal die Eröffnungsfeier. Grönemeyer singt, Köhler sagt: "Wir wünschen uns Fußball, Fußball, Fußball." Meine Worte. Klinsmann verkündet: "Ballack spielt nicht." Kurz vor 17 Uhr: die Spannung auf dem Maximum. Nationalhymne wird mit Inbrunst gesungen, dann geht es endlich los. Der Ball rollt bei der Fußball-WM 2006, die Hände zittern.
6. Minute: Lahm schießt das erlösende 1:0, ein Gefühl zum Süchtigwerden. Alles scheint glatt zu laufen, bis die Abwehr schläft - 1:1. Klose erhöht auf 2:1, dann aber wieder 2:2 zur Pause. Noch ist nichts entschieden, die Anspannung bleibt. Dann darf endlich wieder gefeiert werden: die deutschen Jungs machen in der zweiten Halbzeit alles klar - 4:2 am Ende. Wir liegen uns in den Armen, Cola und Würstchen folgen.
Der Auftakt ist gelungen und wir wissen: das war noch lange nicht alles!
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