Man schreibt den 17. Juni 1970, als im Aztekenstadion von Mexiko City Deutschland und Italien zum WM-Halbfinale aufeinandertreffen. Bei sengender Hitze nimmt das wohl dramatischste Spiel der Fußballgeschichte seinen Lauf.
Schon nach sieben Minuten führen die "Azzurros" mit 1:0 durch Weltstar Boninsegna. Bis zur 90. Minute laufen Seeler, Beckenbauer, Müller und Co. dem Rückstand hinterher, das Ausscheiden des Vizeweltmeisters scheint besiegelt. Bis endlich Karl-Heinz Schnellinger ("ausgerechnet Schnellinger"), Legionär in der Serie A, das Leder zum 1:1 in der Nachspielzeit über die Linie kratzt.
Das bis dahin eher mühsame Spiel nimmt nun Fahrt auf - und wie. Müller dreht das Spiel mit einem seiner typischen Tore - 2:1. Plötzlich liegen die Italiener wieder vorn: Burgnich und Riva treffen zum 3:2, das durch einen erneuten Müller-Treffer ausgeglichen wird. Franz Beckenbauer schleppt sich an der Schulter lädiert über den Platz. Kurz vor Schluss entscheidet Gianni Rivera das Jahrhundertspiel - Italien gewinnt 4:3, steht im WM-Finale gegen Brasilien.
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