Und dann die langen Einsamkeiten.
Nackte Ufer.
Stille. Nacht. Besinnung. Einkehr. Kommunion.
Und Glut und Drang
Zum Letzten, Segnenden. Zum Zeugungsfest.
Zur Wollust. Zum Gebet. Zum Meer. Zum Untergang.
Ernst Stadler, Fahrt über die Kölner Rheinbrücke bei Nacht
Es ist Nacht. Silvesternacht. Das Haus schläft und ich sitze hier und denke. An das, was kommt. Es könnte so sein oder so ähnlich oder auch ganz anders.
1. Januar 2008: das neue Jahr beginnt. Man merkt keinen großen Unterschied.
28. März 2008: noch 48 Jahre bis zur Rente.
April 2008: die letzten Schultage. Abitur. Es ist ein komisches Gefühl.
Mai 2008: Nie mehr Zweite Liga. Nebenjob.
Juni 2008: Abschluss. Es ist vorbei, Junimond.
29. Juni 2008: Wir sind Europameister. Eine Woche lang kein klarer Gedanke möglich.
15. Juli 2008: Bewerbungsfrist fürs Studium.
August 2008: elfte Bundesligasaison.
15. Oktober 2008: es geht los. Allein in einer fremden großen Stadt. Stammkunde bei McDonald´s und Burger King. Uni allez!
November 2008: Langweilig. Fange an, Gedichte zu schreiben, mit denen ich dann meine Wohnung anzünde.
31. Dezember 2008: Es ist Nacht. Silvesternacht. Das Haus schläft und ich sitze hier und denke. An das, was kommt ...
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