"Stöckchen" (ich hasse diesen Ausdruck) zum Thema Bücher bei Thomas gefunden und mal weitergemacht.
Welches Buch vermeidest Du instinktiv zu lesen, obwohl
Du nur lobende Besprechungen gesehen hast?
Da fällt mir "Pride and Prejudice" von Jane Austen ein. Die
meisten werden es als "Stolz und Vorurteil" kennen, aber ich liebe
eben Originaltitel. Das ist mir einfach zu kitschig.
Wenn Du drei Charaktere für eine gemeinsame Unternehmung oder Begegnung lebendig machen dürftest, welche wären das und wofür würdest Du sie zusammenholen?
In erster Linie natürlich Holden Caulfield aus "The Catcher in the Rye" (J.D.Salinger, Der Fänger im Roggen), um mit ihm über einige sehr elementare Fragen zu sprechen. Dann Robert Langdon, den Helden aus Dan Browns Thrillern, um mir von ohm etwas über Symbologie erzählen zu lassen. Und auch Mackie Messer aus der Dreigroschenoper von Brecht, um zu sehen, wie böse er wirklich ist.
Man sagt Dir, Du könntest erst sterben, nachdem Du den langweiligsten Roman auf Erden gelesen hast. Es ist zwar ganz schön, unsterblich zu sein, aber irgendwann ist es doch an der Zeit zu sterben. Welches Buch, meinst Du, beschert Dir einen angenehmen Tod?
Ich kenne das Buch nicht, aber ich hörte, dass "A la recherche du temps perdu" (also: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit) von Marcel Proust in sieben Bänden von der Handlung her unfassbar langweilig sein soll, sprachlich jedoch sehr genussvoll. Für Selbstmörder, die keinen Wert auf Euthanasie im Wortsinn legen, kann ich in dieser Hinsicht nur "Irrungen, Wirrungen" empfehlen.Mit "Tortilla Curtain" und "Stochastik Oberstufe" müsste es aber auch klappen ...
Bei welchem Buch hast Du angedeutet oder vorgegeben, Du hättest es gelesen, obwohl Du es weder vor- noch hinter Dir hattest?
Ich verweigere die Aussage.
Du bewirbst Dich als Offizieller Leseberater für eine v.i.p. (die kein großer Leser ist). Was wäre das erste Buch, dessen Lektüre Du empfiehlst und warum?
Als VIP stelle ich mir gerade jemanden wie Paris Hilton vor. Ihr würde ich "Level 4 - Die Stadt der Kinder" von Andreas Schlüter in die Hand drücken, weil es einfach zu lesen und ein gutes Beispiel für ein wirklich fesselndes Buch ist. Wenn es jemand ist, den man auch schon mal an wirklich große Literatur heranführen kann, würde ich "Klappaltar", eine Gedichtsammlung von Robert Gernhardt über Heine, Brecht und Goethe empfehlen.
Du darfst Dir eine Fremdsprache aussuchen, die Du beim Lesen perfekt verstehen wirst. Welche wählst Du?
Was weiß ich. Wäre ich ein Fan von Cicero und Homer, würde ich Latein oder Griechisch sagen. Französisch oder Spanisch würde ich gern gut können, aber nicht primär der Bücher wegen.
Die böse Fee kommt und sagt, Du müsstest Dir ein Buch aussuchen, das Du von jetzt an einmal im Jahr lesen musst - bis ans Ende Deiner Tage. (Andere Bücher darfst daneben auch lesen.) Welches wählst Du?
"Das Parfum" von Patrick Süskind natürlich oder "Farm der Tiere" von George Orwell - das ist doch keine Strafe. Die habe ich ohnehin beide in wenigen Jahren schon drei oder vier Mal gelesen.
Das Bloggen über Bücher erweitert den Lektüre- und Bücherhorizont. Was hast Du durch Blogschreiben und -lesen entdeckt?
Zuvorderst: mich.
Du darfst Dir Deine Traumbibliothek zusammenstellen. Wie sieht sie aus? Lederrücken? Erstausgaben? Uralte Taschenbücher? Oder ein paar signierte Werke?
Das ist mir eigentlich ziemlich egal. Hauptsache, es sind die richtigen Bücher.
Wer weitermachen will, schreibt einfach einen Kommentar mit Link und führt das Spielchen auf seiner Seite fort.


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