Am Freitag Abend kam es im Rahmen der ersten "English Culture Night" zur großen Reunion eines Teil des ehemaligen Englisch-LK. Mit Tommy, Will und JMS einen ganzen Abend lang nur Englisch reden, die üblichen Sachen besprechen und an die dazumaligen Zeiten denken, das war schon schön. Nur das Englisch, das war nicht immer so schön, more less than more ...
Alle sagen, dass wir verrückt sind ... (Vom armen E.E.) Verfasst: Sonntag, den 22. März 2009 01:36
Ansage Y ... Verfasst: Freitag, den 20. März 2009 13:26
Freunde der polnischen Popmusik, ich bin bis auf weiteres nicht auf meinem behinderten Handy zu erreichen. Das kommt davon, wenn man dreimal den falschen PIN eingibt und der PUk irgendwo 400 km away liegt.
Der Königsweg der Spaßgaleere ... (Gesehen) Verfasst: Freitag, den 20. März 2009 13:11
Während Matthias
Richlings "Satire-Gipfel" als Scheibenwischer-Nachfolger anläuft,
geht die Zeit von "Schmidt & Pocher" unweigerlich dem Ende
entgegen. Beobachtungen an einem Satire-Abend im
Ersten.
Das breite Grinsen, mit dem sich Matthias Richling gestern Abend am
Ende seiner neuen Show verbeugte, war eine Mischung aus Glück und
Erleichterung. Mit dem "Scheibenwischer" ist eine Institution vom
Bildschirm verschwunden, der Übergang zum Nachfolger "Der
Satire-Gipfel" verlief nicht ganz geräuschlos. Gerne hätte Richling
den traditionsreichen Namen beibehalten und nur das Konzept
geändert, doch dieser Plan scheiterte am Veto von Erfinder Dieter
Hildebrandt, der sich über Anwalt und Medien zu Wort gemeldet
hat.
Viel ist tatsächlich nicht übrig geblieben vom Scheibenwischer. Das
ist durchaus Absicht, dem Vergleich mit dem Vorgänger wird das neue
Format mit dem großspurigen Namen dennoch nicht entgehen. Die
Kulissen wurden entrümpelt, Monitore angebracht und die Bühne
vergrößert. Grund genug für einen Glückwunsch, findet Richling in
seiner Begrüßung, "Sie haben eine neue Satireshow gewonnen." Neu
sind aber vor allem die Gesichter. Der grantlige Richard Rogler und
Bruno Jonas haben das Boot verlassen, nur Richling, der immer noch
aussieht wie ein Schuljunge, rudert weiter.
Politisches Kabarett ist es, was der Zuschauer sich seit
Jahrzehnten vom Scheibenwischer (ich kann mir nicht helfen,
Scheibenwischer bleibt Scheibenwischer) erwartet. Richling als
neuer Frontmann sieht das zwar auch so, aber lockerer als Übervater
Hildebrandt: er öffnet die Türen für Comedy, auch wenn die Grenze
fließend ist. An Substanz hat der Scheibenwischer in seiner letzten
Zeit ohnehin verloren, er lebte größtenteils von seiner Tradition.
Politisches Kabarett gab es nur noch im ZDF bei "Neues aus der
Anstalt" zu sehen und in den "Mitternachtsspitzen" im WDR (gibt´s
die noch?).
Und so wird das Hauptproblem der neuen Sendung schnell klar. Das
politische Geschehen kritisch und ironisch zu begleiten ist der
Anspruch, aber manche Ensemblemitglieder sind dafür schlicht
ungeeignet. Ingolf Lück zum Beispiel. Der Comedian aus Bielefeld
war mit einer blamablen Strip-Performance zumindest mitschuldig am
Reich-Ranicki-Eklat beim Fernsehpreis. Auch sonst zeigt sich Lück
gern halbnackt auf der Bühne, ohne dabei witzig zu sein. Beim
"Satire-Gipfel" versucht er ein paar Lacher über die Abwrackprämie
zu erhaschen, wirklich erfolgreich ist er aber auch dabei
nicht.
Die gute Nachricht: Lück blieb gestern die Ausnahme. Richling ist
als alter Hase eine Konstante und als Parodist immer wieder schön
anzusehen. Diesmal in der Rolle von Wirtschaftsminister Guttenberg.
Die weiteren "Gäste" überzeugen: der junge Matthias Seling
verkörpert perfekt die sinnvolle - und vor allem lustige - Kreuzung
zwischen Kabarett und Comedy, Philipp Weber und Frank Lüdeke werden
wohl auch noch öfter im Satire-Gipfel auftreten.
Die Blutauffrischung hat der Sendung gutgetan. Es fehlt noch
einiges zum Scheibenwischer-Kaliber, doch die erste Ausgabe hat
gezeigt, dass Potential in der Show steckt. Die Modernisierung der
Bühnenausstattung war lange überfällig und eröffnet mehr
Möglichkeiten. Als Schwachpunkt könnte sich die mangelnde
Abstimmung zwischen den Künstlern herausstellen, da es keine
Stammbesetzung mehr gibt. Ob sich der Satire-Gipfel wirklich
durchsetzen kann, das muss und wird sich noch herausstellen.
"Schmidt & Pocher" haben das bereits hinter sich. Auf dem
Quotenmarkt hat das prominente Duo erstaunlich wenig gerissen, im
Mittelpunkt stand die Show meist nur wegen Nazometern, obszönen
Gästen und Stauffenberg-Parodien. Seit klar ist, dass die Liaison
demnächst beendet wird, geben sich die beiden anscheinend nicht
einmal mehr richtig Mühe, lustig sein. Ein, zwei gute Sprüche in
den Stand-ups am Anfang, mehr kommt meist nicht.
In den fast anderthalb Jahren haben die beiden einiges ausprobiert.
Bayern-WG, Parodien, Helmut Zerlett, Fernsehschnipsel wie bei TV
Total und vieles mehr. Als wirklich effektiv hat sich nichts davon
erwiesen, so dass sowohl Harald Schmidt als auch Oliver Pocher am
Ende wohl unbefriedigt aus der Verbindung hervorgehen. Gestern ein
ähnliches Bild: langweilige Gäste (eine versiffte Seriencrew eines
unbekannten Senders), kein wirklicher Kracher. Olli Pocher begibt
sich als Marc Terenzi zum Sarah-Connor-Konzert und als
Heiratsschwindler nach Zürich. Wie in den meisten Ausgaben ist der
Studiosketch, bei dem Schmidt, Pocher und Zerlett diesmal die
Finanzkrise als Kasperletheater spielten, der Höhepunkt.
Nun geht wohl jeder seinen eigenen Weg. Aus Schmidts Umfeld
(Kogler!) wurde bereits früh laut, er wolle im Superwahljahr
politischer werden. Mit Oliver Pocher, zugegebenermaßen ein guter
Parodist, aber noch nicht besonders symbolträchtig, ist das
offenbar nicht zu machen. In den ARD-Gremien genießt der junge
Comedian keinen guten Ruf, dafür hat er aber in Programmchef Volker
Herres einen mächtigen Fan. Doch was hilft´s, wenn Pocher
anscheinend den Weg zu RTL anstrebt. Mit Günter Jauch hat er
bereits eine Probesendung für seine neue Show aufgezeichnet.
Im Satire-/Kabarett-/Comedy-Genre oder wie man es nennen möchte tut
sich also nicht viel in öffentlich-rechtlichen Sphären. Auf diesem
Gebiet befindet sich das Privatfernsehen längst auf der Überholspur
- mit Switch Reloaded, Stefan Raab und (schändlich zu sagen) auch
Mario Barth. Bei ARD und ZDF ist der gute Witz und die intelligente
Satire selten geworden. Einfach ist es wohl nicht, den
öffentlich-rechtlichen Anstalten geziemenden Mittelweg zwischen
Niveau und massenverträglicher Comedy zu finden. Ausnahmen gibt es
aber doch: "Pelzig unterhält sich" und - wenn auch nicht politisch
- "Die Krömer-Show", wo sich Sendung für Sendung mit spleenigen
Moderatoren Szenen zwischen Genie und Wahnsinn zutragen. Noch
allerdings versteckt die ARD diese Formate konsequent nach
Mitternacht oder in Regional- und Digitalkanälen.
Mehr sein ... (Dichtung und Wahrheit) Verfasst: Donnerstag, den 19. März 2009 15:47
Wir wollen mehr sein
nicht nur
ein Tropfen im Ozean
ein Buchstabe im Alphabet
eine Ziffer von unendlich
die Summe der Moleküle
das Produkt der Anderen.
Wir wollen mehr sein
zum Beispiel
der Fehler im System
der weiße Punkt in der Schwärze
ein Schrei in der Stille
ein Bad Guy unter den Cops
eine Wasserpistole im Waffenarsenal.
Wir wollen ein bisschen
nur immer mehr ein bisschen
mehr sein.
Huge
Habe ich mal vor einem halben Jahr oder so geschrieben. Wie gefällt´s euch?
Das Unfassbare wird nicht fassbarer ... (In den Nachrichten) Verfasst: Donnerstag, den 19. März 2009 13:27
Der Amoklauf von Winnenden ist ein
schockierendes, tragisches, wichtiges Ereignis. Deshalb muss er
thematisiert werden. Dennoch ist es erstaunlich, wieviele Worte
darüber gemacht werden ohne etwas zu sagen. Die Frage nach dem
Warum lässt sich nicht beantworten und die Frage nach dem "Und
jetzt?" erscheint ähnlich kompliziert. Killerspiele verbieten,
Schießsport verbieten, Kontrollen an Schulen, Waffenbesitz
verbieten - bringt das wirklich etwas?
Noch was: bei den unzähligen Zeitungsartikeln und Diskussionsrunden
kommen ständig Pädagogen, Politiker, Psychologen und natürlich
Christian Pfeiffer zu Wort. Warum interessiert niemanden die
Meinung derer, die nicht die Tat, aber einige mutmaßliche
Beweggründe teilweise verstehen können - die Jugendlichen?




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