Der Spieler, Fjodor Dostojewski (1866)
Erster Satz: Nach zwei Wochen Abwesenheit kehrte ich endlich zurück.
Letzter Satz: Morgen, morgen nimmt alles ein Ende.
Seiten: 187
Marcel Reich-Ranicki, einer der ganz großen lebenden Deutschen, antwortet auf die Frage, wer geschrieben habe: Dostojewski (neben Shakespdie beste Literatur der Weltgeschichteeare). Ich konnte das anfangs nicht ganz nachvollziehen, als ich mein erstes Dostojewski-Buch (in weiser Voraussicht lerne ich Autoren meist mit kurzen Werken kennen) las. Aber je mehr man in die Geschichte eintaucht, desto mehr wird man von ihr - und damit auch von Dostojeweski - gepackt.
Beeindruckend ist vor allem die Ironie - ist es die Ironie des Schicksals? -, die dieses Buch meisterhaft transportiert. Nicht mit Worten, nciht in einem Satz, sondern in dem gesamten Handlungsverlauf. Dass die tot geglaubte Babuschka plötzlich im Zimmer sitzt (und wie!), dass die Hauptfigur Aleksej ausgerechnet im entscheidenden Moment alles gewinnt, dass dieser Gewinn dann anscheinend doch umsonst ist - all das macht die kraft dieses Buches aus.
Auf den inhalt sei hier gar nicht weiter eingegangen und obwohl es noch viel zu sagen gäbe über dieses Buch, mache ich hier erstmal Schluss. Nur so viel: das Ende (oder: das Ende vor dem Ende) hat mich dann doch mächtig aufgeregt. Und diese Sache macht dich kaputt. Deshalb vorerst Schluss damit.
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