Professor Unrat oder Das Ende eines Tyrannen, Heinrich Mann
Seiten: ca. 262
Die Manns sind schon eine echte Künstlerfamilie. Ich fand die Sprache einfach genial, auch wenn sie für die damalige Zeit wohl normal war. Aber vor allem bei Unrat wirkt es sehr förmlich und dadurch auch lustig. Auch von der Geschichte her sehr interessant, es wird der moralische Absturz eines arroganten und tyrannischen Lehrers beschrieben. Für alle, denen es gerade nicht gewärtig ist: "Professor Unrat" ist die literarische Vorlage zu "Der blaue Engel", dem berühmten Film mit Marlene Dietrich.
The Importance of being Ernest, Oscar Wilde
Seiten: 82
Bis zu einem gewissen Grad ist absurdes Theater lustig und auch interessant. Wildes Stück erscheint mir aber als eine Art Kumulation der immer unwahrscheinlichsten Geschehnisse, die sich wechselseitig beeinflussen. Auch der Sprachwitz ist teils dürftig und meistens vorhersehbar. Als Gesellschaftskritik aber natürlich sehr treffend.
Die Verwandlung, Franz Kafka
Seiten: 66
Ich würde jetzt gern schreiben, dass Kafka wundervoll ist, ein großer Künstler und herausragender Literat. Bestimmt ist er das auch. Für meine unwichtige Person allerdings sind seine Geschichten meistens zu grotesk, zu surreal. Er erklärt auch nichts (warum wird Gregor verwandelt?, durch wen?), aber das ist wohl beabsichtigt. Irgendwie komme ich damit (auch im "Prozess") nicht richtig klar. Das muss man doch auch mal sagen dürfen.
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Blog erstellt am: : 09/06/07 Zuletzt aktualisiert : 17/10/11 15:15 / 1161 veröffentlichte Einträge
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