Das war das erste, was ich heute auf meinem Bildschirm las, als ich mich ins Internetz einloggte. Der BZÖ-Politiker überschlug sich in der Nacht mit seinem Dienstwagen und starb nach Polizeiangaben noch am Unfallort. Haider war der wohl umstrittenste Politiker Europas, vor allem nachdem er mit seiner Ex-Partei FPÖ im Jahr 2000 sogar eine Regierungsbeteiligung erreicht hatte. Vor zwei Wochen hatte Haider mit der BZÖ erneut ein überraschend gutes Wahlergebnis erzielt.
Die Trauer um Haider hält sich, soweit absehbar, in Grenzen. Seine politischen Ansichten, die sich nur geringfügig von denen der Nazis unterschieden, wurden und werden größtenteils verurteilt. Einen solchen plötzlichen und tragischen Tod wünscht man dennoch niemandem. So bleibt die Spaltung zwischen dem Schock einerseits und der klaren Antipathie gegenüber dem Populisten und Ausländerfeind andererseits. Für die politische Landschaft in Österreich ist ein Mann, der Ausländer und Gegner mit allen Mitteln ausmerzen will, kein Verlust. Bleibt nur zu hoffen, dass die in Österreich ohnehin sehr stark auf der politischen Ebene vertretene rechte Szene nicht durch dieses Ereignis neuen Auftrieb erhält.
Gespannt bin ich jetzt auf die Reaktionen seiner Gegner und der Staatschefs in Europa. Es wird ein schmaler Grat zwischen Pietätlosigkeit und Ehrlichkeit. Schließlich sagt der Lateiner: De mortuis nihil nisi bene ...
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