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"In aller Stille" lässt es krachen ...  (Murt) Verfasst: Donnerstag, den 20. November 2008 21:24

Vor einer Woche am Freitag erschien das neue Album der Toten Hosen "In aller Stille" und ich habe es mir natürlich sofort geholt. Nach ungefähr 13 Durchgängen traue ich mir eine kleine Reise durch die Tracklist zu.

Strom: Ein Knaller zum Einstieg! Laut, dröhnend, hart. Und selbstbewusst wie ein HipHop-Track, was ein bisschen übertrieben wirkt. War bekanntermaßen auch die erste Single.
Innen alles neu: "Hört her verdammt noch mal, innen ist alles neu, auch wenn keiner mir das glaubt ..." Cooler Song, auch wenn manche Sachen einfach nicht sein müssen.
Disco: Was ist das denn? Gitarren und Electro gekreuzt ergeben einen bemitleidenswerten Sound, der irgendwo zwischen Kylie Minogue und Alcazar anzusiedeln ist.
Teil von mir: Ein typisches Hosen-Liebeslied. Campino schreit irgendwas von Blut und Enttäuschung. Naja.
Auflösen: Halte ich für den schwächsten Song auf der neuen Platte. Wer ist diese Frau und was macht sie da?
Leben ist tödlich: Ist ganz okay. Rockige Nummer.
Ertrinken: Schöner Text in den Strophen ("Muss bei jedem Sieg auch immer ein Verlierer sein?"). Dieser Song zeigt ein bisschen die mittlerweile weniger rebellische, eher nachdenkliche Ausrichtung der Hosen.
Alles was war: Wow. Der Song geht richtig ab. Musste mich in der Bahn immer beherrschen, nicht mitzusingen. Hammer Refrain.
Pessimist: Na endlich, ein gesellschaftskritischer Song. Das ist mittlerweile leider eher selten bei den Toten Hosen. Nicht mehr viel mit "Viva la revolution".
Wir bleiben stumm: Super Lied. Dabei muss ich immer an unsere alte Stufe denken.
Die letzte Schlacht: Und noch ein paar kritische und rebellische Zeilen zum Überwachungsstaat. Die letzte Schlacht gewinnen wir! That´s Punk!
Tauschen gegen dich: Was soll man dazu sagen? Wunderwunderwunderwunderbar! Ich muss ja gestehen, dass ich die ruhigen Lieder seit etwa einem Jahr ganz besonders mag.
Angst: Auch ein Thema, über das Campino offenbar gerne singt. Geht so.

Fazit: Ein lautes Stück Rockmusik, mit einigen leisen Zwischentönen. "In aller Stille" ist teilweise wirklich recht krachend geworden, wie es die Hosen angekündigt hatten. Keine Partysongs mehr, leider auch nicht mehr soviel ehrlicher Punk. Die Themen sind persönlicher und nachdenklicher, als man es von einigen Hits kennt. Insgesamt ein ziemlich gutes Album, dass vor allem das Geld wert ist, wenn man auf substanzielle Texte steht.

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