Vor einer Woche am Freitag erschien das neue Album der
Toten Hosen "In aller Stille" und ich habe es mir
natürlich sofort geholt. Nach ungefähr 13 Durchgängen traue ich mir
eine kleine Reise durch die Tracklist zu.
Strom: Ein Knaller zum Einstieg! Laut, dröhnend,
hart. Und selbstbewusst wie ein HipHop-Track, was ein bisschen
übertrieben wirkt. War bekanntermaßen auch die erste Single.
Innen alles neu: "Hört her verdammt noch mal,
innen ist alles neu, auch wenn keiner mir das glaubt ..." Cooler
Song, auch wenn manche Sachen einfach nicht sein müssen.
Disco: Was ist das denn? Gitarren und Electro
gekreuzt ergeben einen bemitleidenswerten Sound, der irgendwo
zwischen Kylie Minogue und Alcazar anzusiedeln ist.
Teil von mir: Ein typisches Hosen-Liebeslied.
Campino schreit irgendwas von Blut und Enttäuschung. Naja.
Auflösen: Halte ich für den schwächsten Song auf
der neuen Platte. Wer ist diese Frau und was macht sie da?
Leben ist tödlich: Ist ganz okay. Rockige
Nummer.
Ertrinken: Schöner Text in den Strophen ("Muss bei
jedem Sieg auch immer ein Verlierer sein?"). Dieser Song zeigt ein
bisschen die mittlerweile weniger rebellische, eher nachdenkliche
Ausrichtung der Hosen.
Alles was war: Wow. Der Song geht richtig ab.
Musste mich in der Bahn immer beherrschen, nicht mitzusingen.
Hammer Refrain.
Pessimist: Na endlich, ein gesellschaftskritischer
Song. Das ist mittlerweile leider eher selten bei den Toten Hosen.
Nicht mehr viel mit "Viva la revolution".
Wir bleiben stumm: Super Lied. Dabei muss ich
immer an unsere alte Stufe denken.
Die letzte Schlacht: Und noch ein paar kritische
und rebellische Zeilen zum Überwachungsstaat. Die letzte Schlacht
gewinnen wir! That´s Punk!
Tauschen gegen dich: Was soll man dazu sagen?
Wunderwunderwunderwunderbar! Ich muss ja gestehen, dass ich die
ruhigen Lieder seit etwa einem Jahr ganz besonders mag.
Angst: Auch ein Thema, über das Campino offenbar
gerne singt. Geht so.
Fazit: Ein lautes Stück Rockmusik, mit einigen
leisen Zwischentönen. "In aller Stille" ist teilweise wirklich
recht krachend geworden, wie es die Hosen angekündigt hatten. Keine
Partysongs mehr, leider auch nicht mehr soviel ehrlicher Punk. Die
Themen sind persönlicher und nachdenklicher, als man es von einigen
Hits kennt. Insgesamt ein ziemlich gutes Album, dass vor allem das
Geld wert ist, wenn man auf substanzielle Texte steht.
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Blog erstellt am: : 09/06/07 Zuletzt aktualisiert : 17/10/11 15:15 / 1161 veröffentlichte Einträge
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