Ich wollte schon zum Tag der Armut vor einigen Wochen was schreiben, mir fiel aber erst zu spät etwas ein. Also jetzt, zum Blogger-Aktionstag von World Vision.
Ich war neulich in einem Gottesdienst und der Prediger sprach über den Vers aus dem Vaterunser "Unser täglich Brot gib uns heute". Das ist ein bekannter Vers wie kaum ein anderer, aber wirklich nachgedacht haben wir über ihn wohl selten. Ich kann nicht mehr alles rekapitulieren, was er sagte, aber es ging auf alle Fälle auch darum, wie arrogant und unverantwortlich wir Europäer mit dem umgehen, was wir größtenteils unverdienterweise und ohne eigenes Zutun bekommen haben. Dass wir täglich nicht nur genug, sondern manchmal auch zu viel zu essen haben, ist uns weder bewusst noch macht es uns sensibel für die anderen, denen es nicht so gut geht.
Im Gegenteil, wir Industriestaaten beuten teilweise unverhohlen afrikanische Bauern aus. Wir nehmen in Kauf, dass ganze Gesellschaften in der Dritten Welt ihre Grundbedürfnisse nicht mehr erfüllen können, nur um hier den Luxus von bestimmten Früchten und Blumen zu jeder Jahreszeit zu genießen. Darüber sollte man sich öfter Gedanken machen. Auch darüber, ob man als "armer Student" tatsächlich so arm ist.
Gespendet wird hier. Wer einen Blog hat, sollte ebenfalls mitmachen, ist ganz leicht.

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