Home Blog erstellt am: : 09/06/07 Zuletzt aktualisiert : 17/10/11 15:15 / 1161 veröffentlichte Einträge

Huge in Zimmer 101, bitte ...  (Vom armen E.E.) Verfasst: Montag, den 16. März 2009 13:28

In Zeiten, da Täuschung und Lüge allgegenwärtig sind, ist das Aussprechen der Wahrheit ein revolutionärer Akt. (George Orwell, 1984)

 

Er hatte sich schon mehrere Male (in Zahlen: 4) operieren lassen müssen, einen komplizierten Schienbeinbruch durchgestanden, aber was ihm an diesem Tag widerfuhr, war die Inkarnation seiner Alpträume. Nach einem gnadenlosen Verhör  im Ministerium für Liebe führten sie ihn, den Gedankenverbrecher, den Dissidenten, ins Zimmer 101. Was er dort erblickte, als sich seine Augen langsam an das grelle Licht der riesigen Lampe gewöhnten, versetzte ihn in Panik: ein Stuhl, diverse Apparaturen, der sterile Geruch, ein ZAHNARZT!

 

Jedem seine eigene Hölle. Gefesselt auf diesem Stuhl, nur ein Ausweg, die bedingungslose Kapitulation vor dem System: "Nicht ich, sie!" - "Wer?" - "Na, SIE!", aber das wird vom sirrenden Bohrer fast übertönt. Und da ist auch keine SIE, keine fassbare und die hat auch keine Krankenkassen-Karte dabei. Sie haben ihn da, wo sie ihn haben wollten. Am Ende, am Anfang.

 

Winston Huge saß in einem billigen Café, der Tag ging auf Mittag zu. Von allen Seiten das eine, bekannte Gesicht; die sonore Stimme aus den Monitoren. Er liebte den Großen Bruder.

 

Für das Verständnis dieses Eintrags ist die Rezeption von Goerge Orwells 1984 unerlässlich.

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Steinschlag in Karlsruhe ...  (Mein alter Kumpel Fussball) Verfasst: Sonntag, den 15. März 2009 14:37

Der Felsbrocken, der gestern Nachmittag einigen Hundert in Karlsruhe vom Herzen fiel, dürfte weithin im Badener Land spürbar gewesen sein. Endlich wieder ein Arminen-Sieg, 1:0 gegen den KSC! Es war wieder einmal ein jämmerliches Spiel, ohne Torchancen oder ähnliches. Dann aber erlöste der No-Name-Spieler Zlatko Janjic die Blauen. Das bedeutet: endlich wieder ein Sieg gegen einen Mitkonkurrenten, den anderen (v.a. Gladbach) ein wenig den Wind aus den Segeln genommen und auf Platz 14 vorgerückt.

Der Rest des Bundesliga-Samstags: Hertha marschiert weiter, Hoffenheim gewinnt nicht mehr, Wolfsburg bärenstark, Gladbach unerklärlich erfolgreich, acht Tore in Hannover. Alles superspannend, oben und unten!

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Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus ...  Verfasst: Freitag, den 13. März 2009 19:43

Ich werde hier demnächst den Laden dichtmachen und das/den Blog schließen. Wahrscheinlich Ende des Monats. Bleibt bis dahin aber bitte noch dran, denn ans Ende denken wir zuletzt.

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Opel retten. Wen noch? ...  (In den Nachrichten) Verfasst: Freitag, den 13. März 2009 13:28

Wer sich nicht mehr am eigenen Schopf aus der Wirtschaftskrise ziehen kann, der greift neuerdings nach der öffentlichen Hand. Der Staat landet dadurch in einem erstklassigen Dilemma.

Als Angela Merkel vor kurzem sagte, es werde keine Scheinhilfen für Opel wie damals 2002 bei Schröder für Holtzmann geben, da war das eine gute und schlechte Nachricht zugleich. Gut, weil der Kampf um den Fortbestand der Automarke nicht nur populistische Wahlkampfanstrengung ist. Schlecht, weil der Staat (und damit auch der Steuerzahler) richtig tief in die Tasche greifen muss.

Ich stehe der Sache eher kritisch gegenüber. Möglicherweise habe ich keine Ahnung (von Wirtschaft sowieso nicht), aber woher die ganzen Hilfs- und Konjunkturpaket-Gelder kommen sollen, ist mir noch nicht klar. Schnell bekommt man bei den hilferufenden Unternehmen den Eindruck, dass der Staat die eigenen Fehler ausbügeln soll. Die unternehmerischen Krisenkonzepte wirken da höchstens halbherzig.

Aus der Nummer kommt die Große Koalition allerdings nicht so einfach raus. Nachdem Steinmeier bereits die Demo der Opelaner besuchte, gibt es für die SPD kaum noch ein Zurück. Und natürlich kommt gerade den Sozialdemokraten, bei denen Wähler und Erfolgsmeldungen rar geworden sind, diese Möglichkeit gerade recht, als alte Arbeiterpartei Eindruck zu schinden.

Die CDU dagegen schwankt noch zwischen Marktfreiheit und Staatshilfe, fährt aber meiner Meinung nach einen vertretbaren Kurs. Hilfen gibt es nur mit einem akzeptablen Konzept von Seiten Opels, denn zu verschenken haben Steinbrück und Guttenberg wirklich nichts. Probleme gibt´s nun innerhalb der Partei: der konservative Flügel fordert eine Rückbesinnung auf ein klares Profil, Angela Merkel geriet schärfer in die Kritik.

Das Dilemma der Regierung: ein Millionenpaket für Opel käme einem Dammbruch gleich. Denn wer Opel rettet, sollte der nicht auch diversen anderen Unternehmen unter die Arme greifen? Die Reihe der Bittsteller wäre wohl lang. Zumindest eines sollte die Bundesregierung sich im Fall einer Opel-Rettung aber nicht nehmen lassen: ein deutliches Mitspracherecht. Denn sobald Opel und Co. wieder florieren, werden Vater Staats Wohltaten nur noch eine unwillkommene Erinnerung sein.

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Hurra, hurra, die Süddeutsche ist da, oder: Ich wär so gern ein Bildungsbürger ...  (Vom armen E.E.) Verfasst: Donnerstag, den 12. März 2009 17:18

Blog von ichbins :Wie auch immer ..., Hurra, hurra, die Süddeutsche ist da, oder: Ich wär so gern ein Bildungsbürger ...
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