Acht Jahre alt war ich, als mich
das Fußballvirus packte. Es hat mich bis heute nicht mehr
losgelassen und ich durfte große und kleine Momente mit diesem
wunderbaren Sport erleben. Einer der Menschen, die mich in dieser
Zeit begleitet und meine Begeisterung erst richtig angefacht haben,
nahm heute seinen Abschied vom Radiomikrofon: Manni
Breuckmann.
In den Medien war Manni Breuckmann in den vergangenen Wochen
omnipräsent wie noch nie: Interview in der Welt, Interview in der
FAZ, Talkgast bei Böttinger, Experte im Doppelpass, Portrait im
WDR. Die wahren Fans, an dieser Stelle mal die Fußballblogger,
ergehen sich ebenfalls seit einiger Zeit in wehmütigen Lobeshymnen
über die scheidende Legende. So auch hier. Manni Breuckmann ist
eine meiner ersten, längsten und eindrucksvollsten
Fußballerinnerungen. Er ist/war jemand, der die Leidenschaft
Fußball in jeder Situation transportieren konnte.
Manni Breuckmann war nie Manfred oder gar Herr Breuckmann, Manni
war immer einfach Manni. Ein gern gehörter Gast an jedem Samstag
Nachmittag, wenn zu Hause die legendäre und unerreichte
ARD-Schlusskonferenz lief und niemand stören durfte. Die meisten
fähigen Radioreporter (auch Günter Koch, vielleicht als einziger
vergleichbar) sind irgendwann dem lukrativen Lockruf des Fernsehens
gefolgt, bis auf Manni Breuckmann. Ein Nachfolger ist nicht in
Sicht. Sein Ende als Radioreporter ist eher unrühmlicher Art:
mit 57 Jahren schickt der WDR Manni Breuckmann in den wohl nicht
ganz freiwilligen Ruhestand.
Bundesliga ohne Manni Breuckmann ist für mich kaum vorstellbar,
denn er war nicht nur die Stimme des Ruhrpotts, sondern auch die
Stimme des Fußballs. Manni war schon immer dabei, in jeder
Konferenz, Manni hat schon 1982 die Schande von Gijon übertragen.
Egal. Der Ball wird auch ohne Manni weiterrollen, aber vergessen
werden ihn die Fußballfans nie. Und deshalb noch einmal von mir und
vielen anderen: Danke Manni!
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