Phillip Poisel, Wo fängt dein Himmel an? (2008)
Normalerweise bringen mich diese optimistischen, weichherzigen, von
romantischer Liebe und aufdringlichem Glück kündenden Lieder nicht
nur auf die Palme, sondern an den Rand des Wahnsinns. Auch wenn ich
in vergangener Zeit erkennen durfte/musste, das manches anders ist
als man es immer zu wissen meinte, wird sich das vorerst nicht
ändern. Eine Ausnahme gibt es: Phillipp Poisel.
Phillipp Poisel ist ein absoluter
Newcomer in der deutschen Musiker- und Songwriterszene, der im
Oktober 2008 mit "Wo fängt dein Himmel an?" sein erstes Album
veröffentlicht hat. Nicht umsonst wird Poisel in der Fachpresse
bereits als der "neue Grönemeyer" tituliert, schließlich wurde von
Herbert Grönemeyer selbst entdeckt und von dessen Plattenfirma
produziert.
Um aber noch einmal auf die Eingangsworte zurückzukommen: Poisel
glaubt man, was er singt. Das Album bietet mehr als die üblichen
Floskeln und Phrasen, es erzählt authentische Geschichten, die
länger bleiben als die vier Minuten Spielzeit. Und das ganz ohne
große Worte - kreativ, aber nicht überladen, wie ein ganz normales
Leben.
Positiv fallen auch die Videos auf, die - wäre ich ein Mädchen, würde
ich "süß" sagen^^ - auf sympathische Art und Weise die Botschaft
der Singles unterstützen. Phillip Poisel ist ein Hoffnungsschimmer,
den eine Musikwelt voll Castingbands und nichtssagenden Vokalbarden
dringend nötig haben.
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