Irgendwann in der vergangenen
Woche, ich meine Donnerstag, feierte der Charles Darwin
200. Geburtstag. Soll heißen, er hätte ihn
gefeiert, wäre er nicht Opfer der Selektion geworden. Zu diesem
runden Datum durfte Ranga Yogeshwar (Populärwissenschaftler, pfui!)
im Fernsehen erstaunt feststellen, dass es tatsächlich noch
Menschen - sogar in Deutschland - gebe, die an Gott als Schöpfer
glaubten. Und der "Spiegel" (bzw. Ulrich Kutschera, kein
Populärwissenschaftler, im "Spiegel") schrieb, der Kreationismus
beruhe auf Falschaussagen und unwissenschaftlichen Machwerken.
Schon bitter, sowas ständig hören und lesen zu müssen und
eigentlich auch keine echten Gegenargumente zu haben, weil man sich
mit der komplizierten Bio-Materie zu wenig auseinandergesetzt hat.
Ist ja auch kompliziert.
Kompliziert ist bekanntlich auch die Modulvergabe
an der Alma Mater Lipsiensis. Ich fürchte und glaube, dass im
Darwin-Jahr der Name Programm wird. Module werden dann nach dem
Prinzip "Survival of the fittest" vergeben. Wahrscheinlich geht es
auf der Restplatzbörse dann zu, wie in all den Ballerspielen, die
ich nie gespielt habe: am Eingang zum GWZ werden alle Härtefälle
mit Waffen ausgerüstet. Bei 30 freien Plätzen im Modul und 100
Anwärtern wird einfach so lange "gespielt", bis 70 tot sind. Dann
ist der Ansturm im nächsten Semester auch nicht mehr so groß.
Das erinnert ein bisschen an Goldings "Lord Of The Flies" oder den
Film mit der Insel, den ich nicht gesehen habe. Aber vielleicht ist
Darwin wirklich die Lösung aller Probleme.
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Blog erstellt am: : 09/06/07 Zuletzt aktualisiert : 17/10/11 15:15 / 1161 veröffentlichte Einträge
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