TSG 1899
Hoffenheim
In der Hinrunde hatte die TSG mit ihrem tollen Tempofußball die
Herzen, die dem Hopp-Projekt nicht per se abgeneigt waren, im Sturm
erobert. Seit der Winterpause ist alles anders: Torjäger Ibisevic
fehlt und mit ihm der Erfolg. Gegen Gladbach und Stuttgart gab es
nur Unentschieden, gegen Leverkusen gar ein 1:4. Jetzt muss
Hoffenheim, während auch der Sympathie-Bonus schwindet, beweisen,
dass diese Hinrunde mehr war als nur ein kurz aufflackerndes
Strohfeuer. Denn der UEFA-Cup sollte schon drin sein für die jungen
Himmelsstürmer.
Bayern München
Eigentlich schien diese Meisterschaft ein Selbstläufer zu werden.
Hoffenheim schwächte das Verletzungspech, während der Rest
regelmäßig patzte. Doch mit dem Jahr 2009 sind die Hochgefühle auch
an der Säbener Straße selten geworden. Von vier Partien in der
Rückrunde wurden drei verloren, nur eine gewonnen. Daneben der
übliche Rummel um Rensing, van Bommel, Podolski und Klinsmann.
Bayern braucht nun wieder den Tunnelblick und absoluten
Siegeswillen, der die Mannschaft zu Hitzfelds Zeiten auszeichnete.
Noch ist alles möglich.
Schalke 04
Ruhrderbys sind immer eine hitzige Angelegenheit. Innerhalb einer
Woche verlor Schalke 1:2 in Bochum und spielte 1:1 gegen den BVB.
Alles blieb ruhig, doch die dürftige Bilanz dieser
prestigeträchtigen Spiele passt ins diesjährige Schalker Bild. Seit
Monaten schon stehen Fred Rutten und Andreas Müller im Kreuzfeuer
der Kritik. Beide bekommen die Situation nicht in den Griff, bei
weiteren Niederlagen dürfte ihre Mission auf Schalke beendet
sein.
Werder Bremen
Es musste einmal kommen und doch tut es weh. Nach begeisternden
Jahren ist Werder Bremen auf dem harten Boden der
Bundesliga-Tatsachen gelandet. Vor allem gegen die scheinbar
kleinen Klubs hakt es: Remis gegen Gladbach, Niederlage gegen
Cottbus. Das größte Manko ist derzeit eindeutig die
Chancenverwertung. Noch steht der Posten von Thomas Schaaf nicht
zur Debatte, hoffentlich bleibt das auch so. Momentan jedenfalls
steckt Werder im allergrauesten Mittelmaß.
Hannover 96
Zum Ende der Hinrunde schien sich das Schicksal gerade auf die
Seite der 96er geschlagen zu haben, jetzt geht es auch schon wieder
abwärts. Die Abstiegsplätze in Reichweite, schwört Präsident Martin
Kind noch alle Eide auf Dieter Hecking - allein: wie lange noch?
Die Mannschaft zumindest beweist Moral und holte in den letzten
beiden Spielen jeweils ein 0:2 auf. Das Restprogramm allerdings ist
hammerhart: die nächsten Gegner heißen Leverkusen, Bayern, BVB und
Hoffenheim!
Arminia Bielefeld
Es läuft ganz akzeptabel für die Arminia, wie immer mit Hoch- und
Tiefpunkten, wobei letztere erfreulich selten zu Buche schlagen.
Nichtsdestotrotz wären Punkte in den nächsten Wochen ganz besonders
wichtig: gegen den alten Rivalen aus Köln, um das Mittelfeld nicht
zu weit davonziehen zu lassen. Gegen Frankfurt, um auch die
Eintracht wieder direkt in den Abstiegskampf zu verwickeln und
gegen den KSC sollen entscheidende Punkte gegen einen direkten
Konkurrenten geholt werden.
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Blog erstellt am: : 09/06/07 Zuletzt aktualisiert : 17/10/11 15:15 / 1161 veröffentlichte Einträge
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