Am gestrigen Abend ging es für mich endlich wieder auf die Alm. Gemeinsam mit einem Freund starteten wir unsere Reise am Detmolder Bahnhof und kamen um 18.45 Uhr in Bielefeld an, wo wir uns direkt Richtung Stadion in Bewegung setzten.
Schon vor dem Anpfiff um 20 Uhr stimmten wir uns mit den übrigen Fans auf der Südtribüne, auf der jetzt alle Stehplätze sind (eine blaue Wand also) mit Fangesängen und Sprechchören auf das Spiel gegen die Roten ein. Die Stimmung war bereits prächtig und aus vollem Halse sangen wir schon "Arminia, wie schön sind deine Tore", während sich die Akteure auf dem Rasen aufwärmten.
Für den letzten Kick sorgten dann wie vor jedem Spiel die Hymne "Die besten Fans der Welt" und das Verlesen der Aufstellung: "Matthias" - "Hain". Auch nach dem Anpfiff setzte sich der lautstarke Support fort, angetrieben von dem Vorsänger auf dem Zaun. Neben dem obligatorischen "Bielefeld, Bielefeld" wurden auch "Wir sind immer dabei", "Allez, allez" und "Auf geht´s Arminia" unter anderem intoniert.
Auf dem Rasen tat sich derweil recht wenig, da beide Mannschaften sich merklich zurückhielten. Zwar ging bereits früh ein Raunen durchs Stadion, als Wichniarek die erste Chance versiebte, ansonsten herrschte aber fußballerische Ebbe. Die Stimmung auf den Rängen in der ersten Halbzeit war aber größtenteils in Ordnung, es wurde kaum still. Vor der Pause wurde es noch einmal kurz interessant: Hanke und auf der Gegenseite Kampantais hatten die Führung auf dem Fuß.
Nach der Halbzeit Empörung unter den Fans: Schiri Kircher entschied nach einer Situation, die von der Südtribüne aus sehr schwer zu beurteilen war, auf Handelfmeter. Huszti verwandelte zur Führung. Die Stimmung gegen den Schiedsrichter wurde immer deutlicher, da sich der Unparteiische auch tatsächlich einige Aussetzer leistete. Arminias größte Chance vergab Wichniarek, der die Latte traf.
Leider nahm der Support in der zweiten Halbzeit nach dem Rückstand ab, was vielleicht auch eine der Schwächen des Bielefelder Publikums ist. Auch der von den Fans geforderte Jonas Kamper konnte nicht mehr viel bewirken. Fünf Minuten vor Schluss fiel das 2:0 durch Pinto.
Da befanden wir uns leider schon auf dem Weg aus dem Stadion. Nicht aus Entttäuschung, sondern weil wir den letzten Zug Richtung Heimat erwischen mussten, was uns auch noch mit knapper Not gelang. Auf dem Rückweg durften wir auch noch Zeuge einer Darbietung menschlicher Dummheit im Endstadium werden - aber das ist eine andere Geschichte ...
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