Wie ich so durch die Stadt ging, die immer noch ein bisschen
Heimat ist, durch den verstümmelten Wald, der einst mein Schulweg
war, vorbei an den verlebten Gesichtern und eingerosteten Stimmen,
an all den Orten, an denen nie etwas passiert, in der komischen
Passage, durch die niemand mehr flaniert, neben den Trümmerhaufen,
die mehr nach Ende als nach Aufbruch aussehen, überall wo ich nie
war und niemand mich gesehen hat -
da war der assoziative Weg zu diesem Gedicht von Robert
Gernhardt nicht weit.
Dich will ich loben, Häßliches,
Du hast so was verläßliches.
Das Schöne schwindet, scheidet, flieht,
fast tut es weh, wenn man es sieht.
Wer Schönes anschaut spürt die Zeit,
und Zeit sagt stets: Gleich ist's so weit.
Die Schönheit gibt uns Grund zur Trauer,
die Häßlichkeit erfreut durch Dauer.
Robert Gernhardt
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